Ladezeit und erster Eindruck

Die Einleitung zum Website-Test haben Sie gelesen? Dann geht’s jetzt los.

Die Zeit ist knapp

Wer mit einem schnellen DSL-Zugang im Internet unterwegs ist, merkt meist nicht, dass so manche Website unheimlich große Datenmengen übertragen muss, bevor sie vollständig geladen ist. Meist sind Grafiken und Fotos in einer für das Web ungeeigneten Dateigröße daran Schuld. Viel verbreitet sind aber auch:

Flash-Website und Flash-Intro

Zu erkennen sind solche in Flash geschriebene Seiten (wenn sie dann geladen sind) daran, dass sich alles mögliche bewegt, das Mausrad meist keine Funktion beim Scrollen in eingebetteten Textbereichen hat und meist auch noch Musik aus den Lautsprechern sprudelt. Hier sucht man dann meist zuerst nach dem Schalter, der die Musik abstellt.

Aber mit Flash animierte Websites können durchaus sinnvoll sein, es kommt immer darauf an, welchen Zweck die Website hat und wer die Zielgruppe ist. Für eine interaktive Präsentation eines Produkts oder für ein werbewirksames Online-Spiel für eine jüngere Zielgruppe ist Flash genau richtig.

Für eine Firmen-Website im Allgemeinen ist eine Flash-Website eher ungeeignet, da sie meist indirekt über Suchmaschinen Kunden gewinnen soll.

Oft aber sieht man zuerst nur ein vollkommen überflüssiges Flash-Intro mit einem sich bewegenden Slogan oder Logo. Sofern kein weiterführender Textlink außerhalb dieser Animation vorhanden ist, kommen viele Besucher ohne ein entsprechendes Flash-Plugin (Ergänzungs-Software) und Suchmaschinen bereits hier nicht weiter. Sie sind vom eigentlichen Website-Inhalt ausgesperrt. Wenn vorhanden sind solche Umgehungslinks meist mit „skip“ benannt und sollten zumindest in deutschen Angeboten „weiter zum Inhalt“ heißen. Noch besser ist natürlich auf Intros zu verzichten, wir kommen direkt auf:

Die Startseite, die wichtigste Seite

Wie werden Sie empfangen?
Vielleicht so?: „Herzlich willkommen auf unserer Homepage!“ – Bitte nicht!
Der erste Eindruck zählt und dabei sind solche unsinnigen Begrüßungen unprofessionell.
Wenn Sie ein Buch aufschlagen, wird Sie der Autor auch nicht mit: „Herzlich willkommen in meinem Buch!“ begrüßen.
Also, nehmen Sie bereits hier Ihren Besucher an die Hand mit relevanten Inhalten. Machen Sie ihn neugierig, dass er auch die weiteren Seiten aufschlägt und schließlich mindestens Kontakt aufnimmt. Hier sollten keine Romane stehen, das Wichtigste in vier bis sechs Sätzen oder drei Absätzen. Bei Online-Shops stehen zusätzlich neue Produkte und Top-Angebote im Mittelpunkt. Aus Besucher- bzw. Kundensicht:

Was haben Sie, wonach ich suche? Warum sollte ich bei Ihnen z.B. etwas kaufen? Wo kann ich schnell mehr erfahren? Mit wem habe ich zu tun und wie kann ich Kontakt aufnehmen? Wenn ich das nicht sofort überblicken kann, bin ich wieder weg.

Vergleichen Sie mal Ihr eigenes Surf-Verhalten, wenn Sie nach etwas Bestimmtem suchen und auf Websites nicht finden. Wie schnell sind Sie wieder weg und dann evtl. beim Mitbewerber?

Nun, wie ist Ihre erste Beurteilung?

  • Hat sich die Website schnell und vollständig geladen?
  • Wurden Sie möglicherweise aufgefordert, ein Plugin zu installieren?
  • Öffnen sich zusätzliche Fenster mit PopUp-Werbung oder Hinweis mit einem zu tätigenden Ok-Klick?
  • Sind die wesentlichen Informationen im sichtbaren Bereich des Browserfensters oder müssen Sie dafür scrollen?
  • Macht die Website allein von der Optik und den Inhalten einen seriösen ersten Eindruck?
  • Hat sich möglicherweise Ihr Browser oder sogar Computer „aufgehängt“? Auch wenn diese Frage provokant ist, hat sie ihre Berechtigung.

Lesen Sie weiter: Schneller und bequemer Zugriff auf die Seiteninhalte

Letzte Aktualisierung: 07. Juli 2008

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